Internorga Hamburg – Fotograf und Kind der Gastronomie
Moin ihr Lieben,
nach der Internorga ist vor der Internorga.
Und für mich ist diese Messe jedes Jahr so viel mehr als nur ein Termin im Kalender.
Denn ich komme selbst aus der Gastronomie.
Und genau deshalb fühlt sich diese Welt für mich immer noch ein Stück wie Zuhause an.
Heute bin ich als Foodfotograf, Reportagefotograf und Porträtfotograf unterwegs.
Und genau diese Kombination macht meinen Blick auf die Internorga so besonders.
Ich sehe nicht nur Produkte, Trends und Innovationen.
Ich sehe Abläufe, Details, Handgriffe und Geschichten.
Und genau diese Geschichten sind es, die ich heute mit meiner Kamera einfange.
Die Internorga 2026 in Hamburg hat mir wieder einmal gezeigt, wie eng Genuss, Design und visuelle Wahrnehmung miteinander verbunden sind.
Gerade das Zusammenspiel aus Foodfotografie, Inszenierung und Atmosphäre hat mich dieses Jahr ganz besonders abgeholt.
Zwischen Erinnerung und Blick durch die Kamera
Wenn ich durch die Hallen gehe, dann ist da nicht nur Neugier, sondern auch ganz viel Erinnerung. Gerüche, Gespräche und diese ganz eigene Dynamik… so vieles fühlt sich vertraut an, fast so, als würde ich einen Raum betreten, den ich lange nicht gesehen habe und trotzdem sofort wieder verstehe.
Ich merke, wie ich automatisch Abläufe lese, sehe, wer gerade im Stress ist, wer den Überblick behält und wo Handgriffe einfach sitzen. Diese Zeit in der Gastronomie hat meinen Blick geprägt, nicht nur für Situationen, sondern vor allem für Menschen und genau das begleitet mich heute in meiner Arbeit als Fotograf.
Denn ich drücke nicht einfach nur auf den Auslöser. Ich beobachte, nehme wahr und warte auf den richtigen Moment. Auf diesen einen Augenblick, in dem alles zusammenkommt. Ein Blick, eine Bewegung, ein echtes Gefühl.
Und genau diese Momente finde ich auf der Internorga an jeder Ecke. Zwischen all dem Trubel, den Gesprächen und den vielen Eindrücken entstehen genau die Geschichten, die ich so liebe. Momente, die vielleicht nur einen kurzen Augenblick dauern, aber genau das sind, was am Ende bleibt.
Wenn Präsentation zur Bühne wird
Was mich dieses Jahr ganz besonders fasziniert hat, war das Thema Geschirr, Design und Inszenierung. Die Teller, die Farben, die Materialien und vor allem die Art und Weise, wie Speisen präsentiert werden. Es geht längst nicht mehr nur darum, ein Gericht anzurichten, sondern darum, eine Bühne zu schaffen, auf der das Essen seine eigene Geschichte erzählen darf.
Ich habe gemerkt, wie sehr mich genau dieser Moment anspricht, noch bevor überhaupt der erste Bissen genommen wird. Denn das Auge entscheidet oft schon im ersten Augenblick, ob etwas begeistert, überrascht oder berührt. Formen, Kontraste und Strukturen spielen dabei eine unglaublich große Rolle und genau hier entsteht für mich die Verbindung zur Fotografie.
Als Foodfotograf achte ich auf genau diese Details. Auf das Zusammenspiel von Licht und Oberfläche, auf die Wirkung von Farben und darauf, wie ein Teller im Gesamtbild funktioniert. Es ist nicht nur das Gericht selbst, sondern das Umfeld, das Material, die Tiefe und die Komposition, die am Ende das Bild tragen.
Gerade auf der Internorga wurde mir wieder bewusst, wie stark sich dieser Bereich entwickelt hat. Präsentation ist nicht mehr nur Beiwerk, sondern ein zentrales Element der Gastronomie geworden. Und genau das macht es für mich so spannend, weil hier zwei Welten aufeinandertreffen, die ich liebe: die Gastronomie und die visuelle Gestaltung.
Begegnungen, die bleiben
Ein ganz besonderer Moment war für mich das Treffen mit der lieben Julia vom Gastromarktplatz. Wir hatten schon einmal Kontakt, aber wie das manchmal so ist, hat es bei vorherigen Veranstaltungen einfach nicht gepasst. Und genau deshalb war die Freude umso größer, dass wir uns diesmal auf der Internorga endlich persönlich begegnet sind.
Ich durfte ihr bei der Pizzaschule ein wenig über die Schulter schauen und beobachten, wie sie Interviewsituationen aufbaut, welche Fragen sie stellt und wie sie mit Menschen arbeitet. Es war spannend zu sehen, mit welcher Ruhe und Klarheit sie durch diese Situationen führt und gleichzeitig Raum für echte Gespräche entstehen lässt.
Für mich sind genau das die Momente, die hängen bleiben. Nicht nur das Sehen, sondern das Verstehen. Zu beobachten, wie andere arbeiten, wie sie kommunizieren und wie sie ihre eigene Art in das einbringen, was sie tun. Das inspiriert mich, gibt mir neue Impulse und lässt mich auch meine eigene Arbeit immer wieder reflektieren.
Und genau darum geht es für mich auf solchen Messen. Natürlich sind es die Trends, die Produkte und die Innovationen, die spannend sind. Aber am Ende sind es die Begegnungen, die den Unterschied machen. Gespräche, ein gemeinsames Lachen, ein kurzer Austausch, der plötzlich eine ganz neue Perspektive eröffnet.
Diese kleinen, echten Momente sind es, die bleiben. Und genau dafür bin ich jedes Mal aufs Neue dankbar.
Technik, die begeistert
Ein Abstecher zum Stand von Rational durfte für mich natürlich nicht fehlen. Die Geräte kenne ich noch sehr gut aus meiner eigenen Zeit in der Gastronomie und genau deshalb war das für mich nicht einfach nur ein kurzer Besuch, sondern fast schon ein kleines Wiedersehen.
Ich habe früher selbst mit Rational gearbeitet und weiß, wie sehr diese Technik den Alltag in der Küche prägen kann. Abläufe werden strukturierter, Prozesse effizienter und gerade in stressigen Situationen gibt dir diese Art von Unterstützung eine gewisse Sicherheit. Umso spannender war es für mich zu sehen, wie sich das Ganze in den letzten Jahren weiterentwickelt hat.
Die Möglichkeiten, die heute geboten werden, sind wirklich beeindruckend. Unterschiedlichste Garprogramme, präzise Steuerung und gleichzeitig eine enorme Flexibilität, egal ob in kleineren Küchen oder bei großen Veranstaltungen. Man merkt einfach, wie viel Erfahrung und Weiterentwicklung in diesen Systemen steckt.
Und ich gebe es ganz offen zu, da kommt bei mir nicht nur der ehemalige Gastronom durch, sondern auch der technikbegeisterte Fotograf. Ich liebe es, wenn Dinge durchdacht sind, wenn Prozesse funktionieren und wenn Technik nicht kompliziert wirkt, sondern unterstützt.
Genau deshalb war der Stand von Rational für mich nicht nur interessant, sondern auch ein Stück Vertrautheit inmitten all der vielen neuen Eindrücke.
Scharfe Klingen und echte Gespräche
Ein Stand hat mich sofort in den Bann gezogen: OLEIO. Allein das Design, die Klarheit und die Präsenz der Messer haben mich direkt angezogen. Japanische Klingen, hochwertige Verarbeitung und diese besondere Ästhetik, die man nicht nur sieht, sondern irgendwie auch spürt.
Ich bin relativ schnell mit der lieben Vicky ins Gespräch gekommen und genau das sind diese Momente, die ich so schätze. Offen, herzlich und direkt auf Augenhöhe. Es ging nicht nur um Produkte, sondern um Leidenschaft, um Handwerk und um das, was hinter diesen Messern steckt.
Natürlich durfte ich die Messer auch selbst in die Hand nehmen und ein wenig ausprobieren. Und ich sage es dir ganz ehrlich, in dem Moment war ich plötzlich sehr fokussiert unterwegs. Diese Schärfe verlangt Respekt. Jede Bewegung wird bewusster, jeder Schnitt präziser.
Für mich war das mehr als nur ein kurzer Stopp an einem Messestand. Es war eine Begegnung, die hängen bleibt. Weil sie genau das vereint, was ich liebe: gutes Handwerk, ehrliche Gespräche und Menschen, die für das brennen, was sie tun.
Und genau diese Mischung macht für mich die Internorga aus. Nicht nur sehen, sondern erleben. Nicht nur schauen, sondern verstehen.
Trends und Entwicklungen
Was mir dieses Jahr besonders aufgefallen ist, sind die vielen kleinen und großen Entwicklungen, die zeigen, wie dynamisch sich die Gastronomie gerade verändert. Microgreens, verschiedenste Kressearten und kreative Anpflanzungen waren nahezu überall präsent. Es geht nicht mehr nur um Geschmack, sondern auch um Frische, Inszenierung und darum, wie ein Produkt visuell wirkt, noch bevor es überhaupt probiert wird.
Gleichzeitig wurde ein Thema immer wieder sichtbar, das mich auch in meiner eigenen Arbeit intensiv begleitet: künstliche Intelligenz. Nicht nur in der Fotografie, worüber ich ja bereits in einem meiner Blogartikel geschrieben habe, sondern eben auch immer stärker in der Gastronomie. Prozesse werden optimiert, Abläufe unterstützt und neue Möglichkeiten geschaffen, die vor ein paar Jahren so noch nicht denkbar gewesen wären.
Ich finde es unglaublich spannend zu beobachten, wie sich diese beiden Welten weiterentwickeln und teilweise sogar miteinander verschmelzen. Auf der einen Seite die handwerkliche Präzision, das Gefühl, die Erfahrung und auf der anderen Seite die technologische Unterstützung, die genau dort ansetzt, wo sie sinnvoll ergänzt.
Genau diese Balance wird aus meiner Sicht in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Und die Internorga ist für mich der perfekte Ort, um genau diese Entwicklungen sichtbar zu machen, zu erleben und ein Gefühl dafür zu bekommen, wohin die Reise geht.
Genussmomente
Ein Stand hat mich direkt angezogen: die Traditionsbrauerei Engel. Die leuchtende gelbe Farbe war einfach nicht zu übersehen und genau diese Art von Präsenz liebe ich auf einer Messe. Man wird neugierig, bleibt stehen und kommt ins Gespräch.
Und ja… ich habe ein Bier probiert. Und ja… es hat wirklich sehr gut geschmeckt. Es sind genau diese kleinen Genussmomente, die für mich eine Messe wie die Internorga so besonders machen. Ein kurzer Augenblick, ein Schluck, ein Austausch und plötzlich bleibt etwas hängen.
Auch der Stand von Muniq hat mich überrascht. Vegane Köstlichkeiten, die ich so nicht erwartet hätte. Ich habe mich ein wenig durchprobiert und musste dabei doch das ein oder andere Mal schmunzeln, weil es einfach zeigt, wie sehr sich die Küche verändert hat. Vegan ist längst kein Nischenthema mehr, sondern ein fester Bestandteil moderner Gastronomie.
Was ich dabei besonders spannend finde, ist die Offenheit, die solche Momente mit sich bringen. Man probiert Dinge, auf die man vielleicht im Alltag nicht direkt zugreifen würde, lässt sich überraschen und erweitert ganz nebenbei seinen eigenen Blick auf Genuss.
Für mich sind genau das die Augenblicke, in denen eine Messe lebendig wird. Nicht nur schauen und aufnehmen, sondern schmecken, erleben und fühlen. Und genau diese Mischung macht die Internorga für mich jedes Jahr aufs Neue so besonders.
Wiedersehen im Genussgarten
Ein Besuch im Genussgarten in Halle 1 gehört für mich einfach dazu. Es ist einer dieser Orte auf der Internorga, an dem man kurz innehält, durchatmet und gleichzeitig mitten im Geschehen bleibt. Eine besondere Atmosphäre, die sich ein wenig vom Trubel der Hallen abhebt und genau deshalb Raum für echte Begegnungen schafft.
Und genau dort habe ich den lieben Ingo wiedergetroffen, der regelmäßig fotografisch im Genussgarten unterwegs ist. Solche Wiedersehen sind für mich immer etwas ganz Besonderes. Man kennt sich, man weiß, wie der andere arbeitet und trotzdem gibt es jedes Mal wieder neue Geschichten, neue Eindrücke und neue Perspektiven, die man miteinander teilt.
Wir haben uns ein wenig ausgetauscht, über Projekte gesprochen, über die Messe, über das, was uns gerade bewegt. Und genau diese Gespräche sind es, die für mich den eigentlichen Wert solcher Veranstaltungen ausmachen. Es geht nicht nur um das, was gezeigt wird, sondern vor allem um das, was zwischen den Menschen entsteht.
Der Genussgarten ist für mich deshalb mehr als nur eine Fläche auf der Messe. Es ist ein Treffpunkt, ein Ort des Austauschs und ein Platz, an dem man merkt, wie sehr diese Branche von Begegnungen lebt. Und genau diese Momente sind es, die am Ende bleiben.
Ein besonderes Highlight
Am Sonntag durfte ich ein ganz besonderes Highlight fotografisch begleiten. Der Besuch von Marco Müller war für mich nicht nur ein spannender Moment auf der Internorga, sondern auch eine sehr persönliche Begegnung.
Ich hatte in der Vergangenheit bereits die Möglichkeit, im Restaurant Rutz bei Marco fotografisch aktiv zu sein. Umso besonderer war es für mich, ihn nun hier wiederzusehen, in einem ganz anderen Kontext, auf einer so großen Bühne wie der Internorga.
Zu erleben, wie er mit seinem Team arbeitet, wie Handgriffe sitzen und wie viel Ruhe und Präzision in seiner Arbeit steckt, war unglaublich beeindruckend. Genau diese Mischung aus Erfahrung, Leidenschaft und Klarheit spürt man in jedem Moment.
Dass ich diesen Besuch fotografisch begleiten durfte, war für mich etwas ganz Besonderes. Es sind genau diese Momente, in denen sich Kreise schließen, Begegnungen wieder aufleben und neue Geschichten entstehen.
Und genau dafür liebe ich das, was ich tue.
Mein Fazit
Nach der Internorga ist vor der Internorga und genau so fühlt es sich für mich an. Diese zwei Tage waren für mich weit mehr als nur ein Messebesuch. Es waren Begegnungen, Eindrücke und Momente, die nachwirken und mich noch eine ganze Weile begleiten werden.
Ich gehe aus dieser Zeit mit neuer Inspiration, mit einem geschärften Blick und mit vielen Ideen für meine Arbeit als Foodfotograf, Reportagefotograf und Porträtfotograf. Gleichzeitig hat mir die Internorga wieder einmal gezeigt, wie eng meine eigene Geschichte mit der Gastronomie verbunden ist und wie sehr mich genau diese Wurzeln bis heute prägen.
Es ist diese besondere Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart, aus Handwerk und Kreativität, aus Begegnung und Beobachtung, die für mich den Unterschied macht. Und genau deshalb bedeutet mir diese Messe so viel, weil sie all das miteinander verbindet, was ich liebe.
Ich freue mich auf das, was kommt, auf neue Projekte, neue Begegnungen und auf all die Geschichten, die noch entstehen dürfen. Denn am Ende sind es genau diese echten Momente, die bleiben und die mich immer wieder daran erinnern, warum ich diesen Weg gegangen bin.


