Leica M EV-1 – EINE ANDERE ART ZU FOTOGRAFIEREN
Sven Schomburg, Leica M EV1, freies Projekt, Leica, Leica Store Hamburg, Hamburg, Erfahrungen, eine andere Art zu fotografieren, Reportage, Unternehmensfotograf

Inhalt

Wie es zu diesem Wochenende mit der Leica kam

Für ein freies Projekt, das ich in regelmäßigen Abständen fotografisch begleite, durfte ich am vergangenen Wochenende mit Unterstützung des Leica Store Hamburg eine Leica M EV1 mit einem 50 mm Objektiv einsetzen.

Mich hat diese Kamera schon länger interessiert, vor allem weil sie eine ganz andere Art des Fotografierens verlangt als viele der Kameras, mit denen ich sonst arbeite.

Wer meine Arbeit kennt, weiß, dass ich häufig in der Reportagefotografie unterwegs bin. Dort entstehen Bilder oft sehr schnell. Situationen verändern sich innerhalb von Sekunden und man reagiert eher intuitiv auf das, was gerade passiert.

Genau deshalb war mir schon im Vorfeld bewusst, dass die Leica M EV1 eine kleine Herausforderung für mich werden könnte.

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Manuelles Fokussieren bewusst erleben

Der große Vorteil der Leica M EV1 ist der elektronische Sucher. Er ermöglicht es, sich beim Fokussieren mit verschiedenen Hilfen zu unterstützen. Die Lupe oder auch Focus Peaking helfen dabei, den Schärfepunkt sehr präzise zu setzen.

Trotzdem bleibt es eine ganz andere Art zu fotografieren.

Mit der Leica M arbeitet man bewusster. Man nimmt sich mehr Zeit für den Moment und für die Entscheidung, wann man den Auslöser drückt. Das manuelle Fokussieren verändert dabei die eigene Arbeitsweise spürbar.

Während viele moderne Kameras heute unglaublich schnell und präzise automatisch fokussieren, übernimmt man bei der Leica M diesen Schritt wieder selbst. Man ist dadurch deutlich stärker mit dem Bild verbunden. Der Blick wandert durch den Sucher, man sucht die Schärfe, beobachtet die Bewegung im Motiv und entscheidet ganz bewusst, wann der Moment stimmt.

Gerade in Situationen, in denen sich Menschen bewegen oder sich Szenen schnell verändern, braucht es ein wenig Übung und vor allem Geduld. Gleichzeitig entsteht aber auch ein ganz anderes Gefühl für das Bild. Man fotografiert nicht mehr nur, man arbeitet sich ein Stück weit in den Moment hinein.

Für mich persönlich war das an diesem Wochenende eine spannende Erfahrung. Das manuelle Fokussieren verlangte Aufmerksamkeit und Konzentration, hat mir aber gleichzeitig auch gezeigt, wie intensiv man sich mit einer Szene beschäftigen kann, wenn man sich diese Zeit bewusst nimmt.

Und genau darin liegt für mich ein Teil der Faszination dieser Kamera.

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Geduld statt Geschwindigkeit

Ich muss an dieser Stelle ganz offen zugeben, und das mit einem kleinen Schmunzeln, dass ich selbst ein eher ungeduldiger Mensch bin.

In meiner Reportagearbeit bin ich oft sehr schnell unterwegs. Situationen entstehen innerhalb von Sekunden, verändern sich wieder und manchmal bleibt nur ein sehr kurzer Moment, um ein Bild einzufangen. In solchen Situationen arbeite ich häufig intuitiv. Kamera hoch, den Moment erkennen, auslösen.

Mit der Leica M funktioniert das anders.

Diese Kamera verlangt automatisch nach einem ruhigeren Tempo. Man beobachtet länger, nimmt sich einen Moment mehr Zeit und beschäftigt sich intensiver mit der Szene vor sich.

Gerade das manuelle Fokussieren sorgt dafür, dass man sich bewusster mit dem Bild auseinandersetzt. Man wartet einen kleinen Augenblick länger, prüft noch einmal den Schärfepunkt und entscheidet dann ganz bewusst, ob genau jetzt der richtige Moment ist.

Für jemanden wie mich, der in der Reportagefotografie oft sehr schnell arbeitet, war das zunächst eine kleine Umstellung. Gleichzeitig habe ich aber gemerkt, dass genau darin auch eine besondere Qualität liegt.

Man wird aufmerksamer.

Man nimmt Details wahr, die man vielleicht im schnellen Arbeiten übersehen würde. Eine Geste, ein Blick, ein kleines Zusammenspiel zwischen Menschen oder Licht und Bewegung.

Die Leica M zwingt einen nicht zur Geduld. Aber sie lädt dazu ein.

Und genau diese Entschleunigung kann manchmal sehr gut tun. Gerade dann, wenn Fotografie sonst oft von Geschwindigkeit geprägt ist.

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Eine Kamera mit besonderer Haptik

Hinzu kam an diesem Wochenende noch eine kleine persönliche Herausforderung. Die Nacht zuvor war sehr kurz und der Schlaf entsprechend wenig.

Trotzdem hatte ich in dem Moment, in dem ich die Kamera in der Hand hielt, sofort dieses besondere Gefühl.

Die Leica M EV1 ist eine Kamera, bei der man schon beim ersten Griff merkt, wie viel Wertigkeit in ihr steckt. Design, Verarbeitung und Haptik vermitteln sofort das Gefühl, ein Werkzeug in der Hand zu halten, das nicht nur für den Moment gebaut wurde, sondern für viele Jahre.

Das Gehäuse wirkt solide, fast schon selbstverständlich. Nichts fühlt sich überflüssig an. Alles hat seinen Platz und seine Funktion. Die Bedienelemente sind klar reduziert, ohne unnötige Ablenkung. Genau das gefällt mir persönlich sehr.

Man spürt, dass diese Kamera aus einer langen fotografischen Tradition heraus entstanden ist. Sie erinnert daran, dass Fotografie nicht nur aus Technik besteht, sondern auch aus Gefühl, Erfahrung und dem bewussten Umgang mit einem Werkzeug.

Gerade in der heutigen Zeit, in der viele Kameras immer schneller, komplexer und technischer werden, wirkt die Leica M fast wie eine bewusste Gegenbewegung. Sie konzentriert sich auf das Wesentliche.

Kamera, Objektiv, Licht und der Moment.

Und vielleicht ist genau das auch der Grund, warum sich diese Kamera so besonders anfühlt. Sie fordert Aufmerksamkeit, aber sie gibt gleichzeitig auch ein sehr klares Gefühl von Kontrolle und Verbindung zum eigenen fotografischen Blick.

Für mich war es auf jeden Fall ein sehr schönes Gefühl, diese Kamera in der Hand zu halten und mit ihr ein Wochenende lang zu arbeiten.

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Noch einmal bewusst fotografieren

Da ich zu diesem Zeitpunkt noch keinen Einblick in mein freies Projekt geben möchte, habe ich vor der Rückgabe der Kamera ganz bewusst noch einige Aufnahmen gemacht.

Es ging mir dabei weniger um ein bestimmtes Motiv oder eine konkrete Szene. Vielmehr wollte ich mir noch einmal die Zeit nehmen, ganz in Ruhe mit dieser Kamera zu fotografieren. Ohne Druck, ohne Erwartung, einfach nur für den Moment.

Manchmal sind genau diese Augenblicke besonders wertvoll. Wenn man eine Kamera noch einmal bewusst in die Hand nimmt und sich ganz auf das konzentriert, was Fotografie eigentlich ausmacht.

Der Blick durch den Sucher.
Das ruhige Einstellen der Schärfe.
Der kurze Moment der Entscheidung, bevor man den Auslöser drückt.

Gerade bei einer Kamera wie der Leica M EV1 entsteht dabei eine sehr direkte Verbindung zwischen dem eigenen Blick und dem Bild, das entsteht. Man wird ruhiger, konzentrierter und nimmt sich mehr Zeit für das, was man fotografiert.

Für mich war dieser Moment auch eine kleine Reflexion über das Wochenende mit dieser Kamera. Noch einmal spüren, wie sie in der Hand liegt, noch einmal bewusst mit dem Fokus arbeiten und noch einmal diesen besonderen Rhythmus erleben, den diese Art der Fotografie mit sich bringt.

Es ging also nicht darum, noch möglichst viele Bilder zu machen. Vielmehr ging es darum, noch einmal ganz bewusst zu fotografieren.

Ein paar ruhige Aufnahmen, ein paar Momente für mich und die Kamera.

Und genau diese Bilder fühlen sich im Nachhinein oft besonders ehrlich an.

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Mein persönliches Fazit

Nach diesem Wochenende kann ich sagen, dass die Leica M EV1 eine Kamera ist, die eine ganz besondere Art der Fotografie verlangt.

Sie ist kein Werkzeug für Geschwindigkeit und auch keine Kamera, die man einfach nebenbei benutzt. Sie fordert Aufmerksamkeit, Konzentration und vor allem die Bereitschaft, sich auf den Moment einzulassen.

Gerade das manuelle Fokussieren und die bewusste Arbeitsweise verändern den eigenen fotografischen Rhythmus. Man wird ruhiger, beobachtet genauer und nimmt sich mehr Zeit für das Bild. Für mich war das eine spannende Erfahrung, weil ich in meiner täglichen Arbeit oft sehr schnell unterwegs bin und Situationen intuitiv fotografiere.

Mit der Leica M EV1 verlangsamt sich dieser Prozess automatisch. Man arbeitet bewusster, überlegt einen Moment länger und entwickelt ein anderes Gefühl für das Zusammenspiel aus Motiv, Licht und Bewegung.

Gleichzeitig hat mich an diesem Wochenende besonders die Wertigkeit der Kamera beeindruckt. Design, Haptik und Verarbeitung vermitteln sofort das Gefühl, ein echtes Werkzeug in der Hand zu halten. Eine Kamera, die nicht nur für einen kurzen Moment gedacht ist, sondern für viele Jahre fotografischer Arbeit.

Genau diese Kombination aus Handwerk, bewusster Fotografie und technischer Reduktion macht für mich den besonderen Reiz der Leica M aus.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Leica Store Hamburg bedanken, der mir die Möglichkeit gegeben hat, die Leica M EV1 für ein Wochenende in meiner freien fotografischen Arbeit einzusetzen. Solche Erfahrungen sind unglaublich wertvoll, weil man eine Kamera nicht nur kurz im Laden in der Hand hält, sondern sie wirklich in der Praxis erleben kann.

Für mich war dieses Wochenende deshalb nicht nur ein kurzer Test einer Kamera, sondern eine sehr schöne fotografische Erfahrung.

Ganz liebe Grüße

Sven

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